Laut Marín ermöglicht die Entwicklung von Hobbys in der Kindheit und Jugend die Schaffung einer „vitalen Reserve“, die in späteren Lebensphasen, insbesondere im Alter, entscheidend sein kann. Diese Reserve ist mit Erfahrungen, Gewohnheiten und persönlichen Ressourcen verbunden, die helfen, den Lauf der Zeit zu bewältigen.
Der Spezialist warnt davor, dass ältere Menschen in vielen Fällen mit Einsamkeit, dem Verlust sozialer Bindungen oder dem Wegfall ihrer beruflichen Tätigkeit konfrontiert sind, was es schwierig machen kann, einen täglichen Sinn zu finden. In diesem Zusammenhang spielen eigene Interessen oder Aktivitäten eine wichtige Rolle.
Marín weist auch darauf hin, dass das aktuelle Gesundheitssystem der Biografie des Patienten nur begrenzte Aufmerksamkeit schenkt, obwohl Faktoren wie Kindheit, soziales Umfeld oder Lebenserfahrungen die Gesundheit ein Leben lang beeinflussen.
Er betont außerdem, dass der Mangel an soliden sozialen Netzwerken und Veränderungen in den Familienstrukturen die Isolation in bestimmten Bevölkerungsgruppen, insbesondere bei älteren Menschen, verstärkt haben.
Diese Aussagen sind Teil einer umfassenden Analyse von Alterung und Gesundheit, die nicht nur biologische, sondern auch psychologische und soziale Faktoren berücksichtigt. Der Leiter der Psychotherapieausbildung vertieft diese Ideen bereits in seinem Buch „Mentale Gesundheit existiert nicht. Gesundheit schon“, in dem er die Beziehung zwischen Lebensgeschichte, Kontext und dem aktuellen Ansatz des Gesundheitssystems behandelt.